Ein umfassender Leitfaden zu den Vorschlägen für den Krypto-Regulierungsrahmen der IOSCO

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Die Internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden (IOSCO), die globale Wertpapieraufsichtsbehörde, hat kürzlich ihre endgültigen Vorschläge für die Regulierung digitaler Vermögenswerte veröffentlicht.

Die Vorschläge setzen eine Reihe von Ereignissen in Gang und bereiten den Weg für eine weitere Reihe von Ereignissen in der Kryptoindustrie. Die Rolle der IOSCO ist größtenteils beratend, aber ihre Empfehlungen haben weitreichende Folgen. Der Bericht berücksichtigt regulatorische Ziele und die bestehenden Regeln oder die Schaffung neuer Regeln, je nach der jeweiligen Rechtsordnung.

Den Vorschlägen zufolge decken die Empfehlungen sechs Schlüsselbereiche ab, darunter Interessenkonflikte, die sich aus der vertikalen Integration von Aktivitäten und Funktionen, Marktmanipulation, Insiderhandel und Betrug, grenzüberschreitenden Risiken und regulatorischer Zusammenarbeit, Verwahrung und Schutz von Kundenvermögen, Betriebs- und Technologierisiko sowie Zugang, Eignung und Vertrieb von Privatkunden. Die Empfehlungen konzentrieren sich darauf, digitale Asset-Projekte mit globalen Best Practices in Einklang zu bringen.

Crypto Asset Provider (CASPs) stehen im Fokus

In ihrem Bericht konzentrierte sich die IOSCO auf Krypto-Asset-Provider (CASPs) und die kritischen Rollen, die sie in der Branche spielen.

In ihrer ersten Empfehlung riet die IOSCO nationalen Organisationen, bestehende Regeln für traditionelle Märkte an CASPs und ihre Aktivitäten anzupassen. Ziel ist es, den Anlegerschutz und die Integrität der Kryptomärkte zu verbessern.

Gemäß der zweiten Empfehlung sollten digitale Asset-Provider den Aufsichtsbehörden Unterlagen vorlegen, in denen die organisatorischen Governance-Mechanismen, Richtlinien und Verfahren hervorgehoben werden. Interessenkonflikte und deren Lösung müssen den eingerichteten Prozessen folgen. Auch die Compliance-Maßnahmen pro Registrierung und ihre entsprechenden Zuständigkeitsbereiche sind von den CASPs klar anzugeben.

Die dritte Empfehlung betrifft die Offenlegung der Rollen und Fähigkeiten des CASP gegenüber potenziellen Kunden. Die Beschreibung sollte frei von technischen Fachbegriffen und so einfach wie möglich sein. Solche Offenlegungen erfolgen vor Rechtsvereinbarungen.

Die vierte Empfehlung erfordert die ordnungsgemäße Ausführung von Aufträgen, wenn der CASP als Vertreter im Namen eines anderen Unternehmens handelt. Die CASPs sollten potenziellen Kunden auch die Mechanismen, Systeme und Richtlinien offenlegen. Sie sollten die Bestellungen auch schnell und korrekt erfassen.

Gemäß der fünften Empfehlung müssen CASPs, die als Marktagenten und Zwischenhändler fungieren, vor und nach Handelsaktivitäten Offenlegungen gemäß den üblichen Finanzmarktpraktiken vornehmen.

Gemäß der sechsten Empfehlung sollten CASPs ihre Standards für die Auflistung und Entfernung von Krypto-Assets, einschließlich administrativer Verfahren, offenlegen.

Die siebte Empfehlung betrifft Interessenkonflikte bei der Auflistung und Entfernung von digitalen Assets und wie CASPs diese verwalten und lösen. Die Krypto-Unternehmen sollten alles offenlegen, einschließlich offener und verdeckter Verbindungen und Beziehungen.

Gemäß der achten Empfehlung sollten Aufsichtsbehörden Durchsetzungsmaßnahmen gegen Betrug und Marktmissbrauch durchführen. Sie müssen sich auch auf bereits bestehende Regeln in diesem Zusammenhang konzentrieren.

Die Aufsichtsbehörden sollten gemäß der neunten Empfehlung eine Marktüberwachung von CASPs durchführen, um Fälle von Marktmissbrauch zu minimieren.

Gemäß der zehnten Empfehlung sollten CASPs private Marktinformationen effektiv verwalten, insbesondere solche, die die Auflistung und Entfernung von Krypto-Assets betreffen.

Die elfte Empfehlung des Berichts fordert die Aufsichtsbehörden auf, eine Infrastruktur einzurichten, die den Informationsaustausch mit ihren Kollegen ermöglicht.

Der Schutz von Kundenvermögen steht im Mittelpunkt der zwölften Empfehlung. Die Implementierung bestehender oder neuer Rahmenbedingungen ist notwendig.

Gemäß der dreizehnten Empfehlung müssen Aufsichtsbehörden Kundenvermögen von ihren eigenen trennen, indem sie sie in einen Trust (oder geeignete Vereinbarungen) legen.

Die vierzehnte Empfehlung verlangt von CASPs, den Kunden die Bedingungen, die Infrastruktur und die Prozesse der Verwahrung von Vermögenswerten offenzulegen, einschließlich der Speicherung und Bewegung von Schlüsseln und Seed-Phrasen.

Gemäß der fünfzehnten Empfehlung sollten CASPs regelmäßige Überprüfungen und Abstimmungen von Kundenvermögen durchführen. Diese Aktivitäten unterliegen der Aufsicht Dritter.

Um den Diebstahl oder Verlust von Kundenvermögen zu verhindern, sollten CASPs gemäß der sechzehnten Empfehlung eine Infrastruktur einrichten, die die Risiken solcher Ereignisse reduziert.

Die siebzehnte Empfehlung verlangt von CASPs, dass sie sich an die IOSCO-Standards in Bezug auf Betriebs- und Technologierisiken halten. Sie müssen diese auch offenlegen.

CASPs müssen sich gemäß der achtzehnten Empfehlung an die IOSCO-Standards während Marketing- und Onboarding-Kampagnen halten. Sie sollten auch die Mechanismen, Systeme, Methoden und die Produktsuitabilität von Vermögenswerten für Kunden während solcher Prozesse angemessen offenlegen.

Fazit

Die Empfehlungen sind allumfassend, aber auch modular und offen, da die Regeln für jede Rechtsprechung variieren. Das bedeutet auch, dass Regulierungsbehörden die Regeln fallweise durchsetzen werden. Krypto-Projekte, die langfristig erfolgreich sein wollen, müssen sich an die Regeln halten, da sie bleiben werden.

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